BONOBO'S Newsletter 30
Moin -
Es ist wieder Zeit. Der letzte Newsletter war vom 22.02.2006. Das ist verdammt lang her. Wer jetzt eine Entschuldigung erwartet: Nö. Gibt's nicht.
!!! Hinweis: Das nächste Telekommunikations-Thekengespräch findet am Donnerstag, den 06.04.06, statt !!!
BONOBO'S News:
Donnerstag, 02.03.06: 36. TK-Thekengespräch
Das von uns im letzten Newsletter erfragte Zitat "eine Buddel Rum haut noch keinen Seemann um" stammt natürlich von Werner. Aus dem Heft "Werner... Oder was?". Die glücklichen intellektuellen Brillenschlangen (exakt Zwei) bekamen das versprochene Bier.
Für BONOBO'S-Insider: Tanya: 3, Tyra: 4, Helen: 6, Alysha 6, Eva: 1.
Moontag, 13.03.06, 1. CeBIT-Hausmesse im Lieb Ich 5 in Hannover
Das Team vom BONOBO'S hat die Rüstung angelegt, die Schwerter geschliffen und gegürtet und zog gen Hannover, den Welfen den Garaus zu machen. Wir veranstalteten unsere erste CeBIT-Hausmesse. Und da die CeBIT - wie die Deutsche Bahn - nicht nach Hamburg kommen wollte (bis heute haben wir keine Antwort auf unser diesbezügliches Schreiben an die Deutsche Messe AG erhalten), zogen halt wir aufrechten und trinkfreudigen Wikinger gegen die Untertanen des Ich-hau-Dir-auf-die-Augen-und-mach-dich-nass-Ernst-August in Hannover. In der uns partnerschaftlich verbundenen Kneipe Lieb Ich 5 in der Liebigstraße 5 (das ist kein Witz!) traf sich die Creme de la Creme mit Sahnehäubchen und Schirmchen. Wer virtuelle Designerhäppchen erwartete, wurde nicht nur schwer enttäuscht, sondern gleich wieder auf die Straße befördert. Wir sind aus Hamburg. Wir essen. Reichlich. Deftig. Und gerne. So gab es bei Gulaschsuppe, Grünkohl mit Bregenwurst, Mousse au Chocolat und Käse keinen leeren Magen. Und das Bier strömte nur so aus den Hähnen.
53 Gäste folgten der Einladung. Und wer sich da so alles tummelte... Da trafen sich Leute wieder, die vor nunmehr 10 Jahren den ersten Liefervertrag für SDH-Equipment für ein deutschlandweites Glasfasernetz verhandelt hatten und sich seitdem nie wieder begegnet waren, Mobilfunker, die sich auch schon ewig kennen und nie die Zeit fanden sich zu treffen. Der Branche klingelten nicht nur die Ohren. Wenn die wüssten, was über sie geredet wurde, müsste bei so Manchem sich heute noch das Herz hinter dem verschmitzten Bauchnabel-Piercing verstecken. Und unser aus dem BONOBO'S nach Hannover verschlepptes Schiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger knarrte in den Spanten vor lauter Spenderfreude. Ein klasse Abend, den wir - sollte uns nicht inzwischen Thor mit seinem Hammer niederstrecken - bei der nächsten CeBIT wiederholen werden. Dank an alle Gäste für's Kommen.
AUS DEM LEBEN:
Für alle die es wissen wollen und keine Angst davor haben, die gemütlichen Pluderhosen mit viel Schmackes heruntergezogen zu bekommen: Lanu und die Sentinels machen sie nackig bei: http://www.boocompany.com.
Worauf wir stolz sind: Im letzten Jahr hatten wir 402,- Euro im Sammelschiffchen. Die Tage trudelte nun die Urkunde der DGzRS ein, die uns das deutlich über dem Durchschnitt liegende Ergebnis bescheinigte. Wenn die wüssten. Wir sind doch nur so eifrige Spendensammler, damit wir aus dem Wasser gezogen werden, wenn wir wieder voller Met unser Wikingerschiff besteigen, um auf Beutefahrt gen Süden über die Elbe zu gehen. Am letzten Freitag wollten wir mal wieder der Sangeslust frönen und gen Wilhelmshaven segeln, den Friesen eins auf die Glocke geben, deren Frauen auf unseren Thingplatz verschleppen und unsere Stammesbrüder "Torfrock" in der Stadthalle aus kräftigen und durstigen Kehlen beim Singen unterstützen. Fällt aus. Klaus, Rollo, Rote Locke genannt, warf wütend sein Becher Met anne Wand... und ist jetzt im Krankenhaus, die strammen und seuten friesischen Schwästärn beglücken. Von hier aus Gute Besserung an den Chef von Torfrock. Konzert wurde auf den 20. Mai verschoben. Dann segeln wir wieder nach Friesland und werden dort dem Odin vor unserem Runenstein opfern.
Als das Tresenteam neulich im Zug nach Hannover unterwegs war, passierte es wieder: Wir saßen in der 1. Klasse Raucher und der ICE-Großraumwagen mit Breitband-Mobilfunk-Repeater war gut gefüllt. Schräg vor uns saß einer dieser Typen: dunkelgrauer Nadelstreifen-Pseudo-Armani-Anzug-mit-italienisch-hellbraun-Diarrhoe-farbenen-Schuhen-und-zu-kurzen-Socken. Man bedenke auch, dass jede wohlerzogene und gepflegte männliche Tresenschlampe im BONOBO'S weiss, dass es von oben (Kopf) nach unten (Füße) bei einem gutangezogenem Herrn grundsätzlich dunkler wird... Was aber allen Fahrgästen den letzten Nerv tötete war seine Unterhaltung am Handy. Er erzählte anscheinend seiner extrem debilen und schwerhörigen Vertriebs-Innendienst-Mitarbeiterin von einem hervorragenden Abschluß bei einem Wahnsinns-Idioten von Kunden. Dann rief die debil-taube Vertriebs-Kokotte immer wieder an und er ging übergangslos von seinem Abschluß zum offenen Gebalze über. Dabei beschrieb er alle Vorzüge seiner Person durch kleine knusperige Pseudo-Anekdoten, so wie "als ich Squashen war..., als ich noch als Model gearbeitet hab...". Nur die Größe seines edelsten Teils wurde nicht exakt beschrieben. Unser Tisch einigte sich auf 9 cm. Unterboten vom Damen-Kegelclub-Nachbartisch mit optimistischen 7cm. Nach über 30 Minuten stand ein älterer, gepflegter Herr schräg hinter ihm auf, ging zu ihm hin, tippte auf seine Schulter und als unser Möchtegern-Sales-Director sein Handy vom roten, verschwitzten und leicht pickelig-ekligen Ohr nahm, sprach der ältere Herr langsam und deutlich mit angenehm dezentem Ton: "Wussten Sie schon, dass nur Sklaven immer verfügbar sind?" Lautstarker Beifall. Hochroter Kopf. Jetzt passte die Farbe der Schuhe zumindest zum Gesicht. Bahnfahren ist klasse.
Neulich am Tresen haben wir die Zukunft entwickelt. Nach tiefschürfenden Gedanken über die Zukunft der Gesellschaft und die Entwicklung des Bierpreises abhängig von der Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke in den nächsten zwanzig Jahren, haben wir anhand einer gar nicht so fiktiven Tagesschau das Leben in zwanzig Jahren beschrieben. Tagesschau vom 18.03.2026:
Meldung des Tages: Merkel kündigt Rückzug an
Überraschend kündigte die Bundeskanzlerin an, die Regierungsverantwortung nach mehr als 20 Jahren abgeben zu wollen. Zuvor wolle sie sich jedoch noch für die Freilassung ihres Amtsvorgängers Gerhard Schröder aus einem sibirischen Arbeitslager einsetzen. Angela Merkel wird im November 2026 als Regierungschefin der European Republic of Germany (ERG) zurücktreten und sich vollständig ins Privatleben zurückziehen. Das geht aus der vorab per Videomail veröffentlichten Ansprache der 71jährigen hervor. Die Kanzlerin kündigt gleichzeitig an, dass der Minister für Rapsproduktion, Günther Krause (72), ihr Amt übernehmen wird. Eine Abstimmung im Bundestag - der ohnehin im September 2021 zuletzt zusammengetreten war - sei aus verfassungsrechtlichen Gründen dafür nicht erforderlich, teilte ergänzend eine Ghost-Voice der Regierungschefin mit.
Mit Angela - The Iron Lady - Merkel geht im kommenden November nach genau 21 Jahren die längste und erfolgreichste Kanzlerschaft in der deutschen Nachkriegsgeschichte zu Ende. Angesichts von heutiger Vollbeschäftigung und monatlichen Christopher's-Street-Day-Partys im ganzen Land erinnert Frau Merkel an die Zeit vor 20 Jahren, als fünf Millionen Arbeitslose, sinkendes Wirtschaftswachstum und die damals hohe Staatsverschuldung zu einer regelrechten Depression in Deutschland geführt hatten. Die Berufung von Günther Krause zu ihrem Nachfolger begründet sie vor allem mit den "großartigen ökonomischen Erfolgen", die die Menschen im Land dem Minister für Rapsproduktion zu verdanken haben. Durch den zielstrebigen Anbau der alternativen Energiequelle hatten sich seit 2009 vor allem die damals noch als arm geltenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg zur weltweit führenden Wirtschaftsregion entwickelt.
Solidarität mit den Armen am Tegernsee
In ihrer Ansprache rief die Kanzlerin die Bundesbürger zu mehr Solidarität mit den wenigen armen Regionen im Land auf. Auch die Menschen am Tegernsee, in Starnberg, Bad Homburg und auf der Insel Sylt hätten einen Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben mit Champagner, Lachstatar und Gänseleberpastete-Broiler an ihren heimischen Swimmingpools. Viele seien noch heute durch die 2017 erlassenen Anti-Raffke-Gesetze besonders hart betroffen.
Freiheit für Schröder
Mit Zuversicht kann auch Gerhard Schröder im fernen Sibirien in die Zukunft blicken. Angela Merkel will sich in den nächsten Monaten für die baldige Freilassung ihres Amtsvorgängers spätestens zum Winter 2026/2027aus einem sibirischen Arbeitslager einsetzen. Der heute 81-Jährige war im Jahr 2012 von seinem früheren Freund Wladimir Putin in die Wildnis verbannt worden, weil er nach sieben Jahren als Aufsichtratsmitglied des Ostseepipeline-Konsortiums das Unternehmen zielstrebig in die Pleite geführt hatte...
Grüsse aus der Heimat
Frau Merkel grüsste im Rahmen Ihrer Ansprache auch alle deutschen Soldaten im Auslandseinsatz in den Armenvierteln in Surinam, den UN-Gefangenenlagern in Neuseeland, dem neuen Vatikanstaat Bayern, in der österreichischen K.u.K.-Kolonie Los Angeles und an den Rapsfeldern in Polen.
Weitere Meldungen des Tages
George W. gestorben
Aus den Vereinigten Emiraten von Nordamerika erreichte uns soeben die Meldung, dass der 2009 von Raza Pahlewi, Enkel des Schah in Schah von Persien Reza Pahlewi, mit einem Finanz-Handstreich gestürzte George W. Bush in seinem Exil in Heidelberg gestorben ist. George W. sorgte 2012 für Furore, als er unsere in 2010 unter ungeklärten Umständen verwitwete Bundeskanzlerin um eine Vernunftsehe bat, um so wieder am Staatsbankett im Elysee-Palast des heutigen Königs von Frankreich, Napoleon den Zwölften, zugelassen zu werden. Die Aussenministerin der V.E. Nordamerika, Hilary Clinton, ordnete eine sofortige Freilassung der Bush-Familie aus ihrem Exil in Guantanamo und eine Reiseerlaubnis nach Chile an. Hilary Clinton sorgte 2018 für Aufregung, als sie vollmundig und vehement gegen die offizielle Einführung des Namens Oral Office für das Oval Office protestierte. Das Office wurde umbenannt, jetzt müssen sich aber alle Angestellten des Weissen Hauses, dem Sitz des Aussenministeriums der V.E. Nordamerika und des Harems des Schah in Schah, täglich einem Gen-Test ihrer Kleidung unterwerfen lassen.
Reform des Gesetzes über aktive Sterbehilfe
Das in 2011 verabschiedete Gesetz über die Erleichterungen bei aktiver Sterbehilfe wurde umfassend reformiert. Aufgrund der hohen Lebenserwartung von durchschnittlich 98 Jahren und der Berufsaltersgrenze von 70 Jahren, soll die Rentenversicherung entlastet werden. Direkte Angehörige erhalten die Möglichkeit Über-Hundertjährige auch dann einschläfern zu lassen, wenn eine medizinische Versorgung noch möglich, Kosten von 200.000,- Euro für die weitere Behandlung aber wahrscheinlich überschritten werden würden.
ETDN hat Glasfaserversorgung komplettiert.
Die Europäische Telekom Deutscher Nation (ETDN, ex-DTAG, die in 2013 von HanseNet feindlich übernommen wurde) hat den Glasfaseranschluß für alle privaten Haushalte in diesem Jahr abgeschlossen. Jedem Haushalt stehen jetzt vier Glasfaserpaare zur Verfügung. Ein Paar für die Grundversorgung mit GRID-Internet und Video-Telefonie, ein Faserpaar für die staatlichen Zwangs-GEZ-Fernsehkanäle, ein Faserpaar für die Anbindung an freie Fernsehsender und ein Faserpaar zur Überwachung der Haushaltsmeldeanlagen. Ein Sprecher verkündete den Plan, diese vier Faserpaare in den nächsten 10 Jahren in allen Haushalten mit der neuen Übertragungswege-Technologie Bioelectrical Neuronal Transmission (BENT) zu ersetzen. Dazu würden die Abfälle der Rapsölproduktion in den Kernreaktor-Feldern in den Niederlanden, der Toskana und in Rumänien zu dem erforderlichen Grundstoff Bio-Silizium-Tri-Carbonat aufbereitet werden. Das Problem der Butan-Ausdünstung der BENT-Leitungen sei weitestgehend durch Beifügung von Zitronenaroma im Produktionsprozeß gelöst worden. Flatulierende Hausanschlüsse seien damit zumindest wohlriechend.
Monatlicher CSD in Berlin
Nach Ihrer weitgehend gelungenen Geschlechtsumwandlung hat Frau Westerwelle ihrem Adoptivsohn zu dessem 18.ten Geburtstag eine Mitfahrt auf dem rosaroten Wagen der FDP beim monatlichen Christopher's Street Day in Berlin geschenkt. Mama und Sohnemann tanzten ausgelassen im Baströckchen nach lateinamerikanischen Rhythmen.
Rauchen für Kinder.
Um die ausgelassenen Feiern zum monatlichen Christopher's Street Day zu finanzieren, müssen jetzt die Kinder ran. Wurde schon das Rauchgebot für alle ab 18 Jahren eingeführt, sollen nun gezielt 16jährige an das staatlich geförderte Programm "Rauchen für Frieden und Freude" herangeführt werden.
Nobelpreis für Literatur vergeben.
Der Nobelpreis für Literatur wurde dieses Jahr an den Gesellschaftskritiker Dieter Bohlen vergeben. Sein Werk mit dem Titel "Erst keine Kinder zeugen und dann nicht sterben wollen..." lege ein ungeschminktes Zeugnis der dionysischen Wohlstandsgesellschaft heutigen europäischen Zuschnitts ab. Der ewig Fünfzigjährige, der früh in seinem Leben mit Liedern wie "Sherry, Sherry, Lady" Probleme der jeweiligen Gegenwart beschrieb, würde vor allem auch für sein Lebenswerk gewürdigt werden. Der Nobelpreis für Literatur ist ein eingetragenes Warenzeichen der Berlusconi-Medien-Agentur mit Sitz in Köln. Alaaf.
Und stundenlang sprangen diese Zukunftsmeldungen aus den dürstenden Kehlen am Tresen. Nur ein kleiner Bruchteil konnte hier wiedergegeben werden. Mit den Lachtränen vom Tresen hätten wir einen neuen Cocktail kreieren können "Tears of Joy between Present and Past", oder so...
Soviel vom Team der besten Tresenschlampen der Welt. Es tut uns nichts leid. Gar nichts. Wir pfeifen auf die Probleme der Welt, wie Weltfrieden, Klimawandel und steigende Prozessorleistung. Bei uns ist Frieden am Tresen, das Klima ist angenehm und die Zapfgeschwindigkeit ist völlig ausreichend. Wir arbeiten mittenmang in Hamburg St. Pauli, direkt anne Elbe, ein paar Hundert Meter von Reeperbahn, David- und Herbertstraße entfernt. Und allen Glücklichen hinter und vor dem Tresen geht dieses leicht arrogante aber angenehme Selbstverständnis wie ein torfiger schottischer Single-Malt Whisky mit einem Dash Highland-Spring-Water weich und langsam die Kehle runter. Im Fachjargon: "Ein guter Abgang." ... Begrabt unsere Herzen an der Biegung der Theke.
In diesem Sinne, das war's erstmal aus dem BONOBO'S. Bald ist wieder Thekengespräch. Immer eine Fingerbreit Wasser unterm Kiel und eine Handbreit Jack Daniel's im Glas wünscht das Tresenteam vom BONOBO'S.
Und ansonsten:
BONOBO'S Termine:
Do, 06.04.06, ab 17:30 Uhr, 37. TK-Thekengespräch: (http://www.bonobos.info/tknews_37.html)
Do, 04.05.06, ab 17:30 Uhr, 38. TK-Thekengespräch: (http://www.bonobos.info/tknews_38.html)
Do, 01.06.06, ab 17:30 Uhr, 39. TK-Thekengespräch: (http://www.bonobos.info/tknews_39.html)
Das BONOBO'S ist nur nach Vereinbarung und zu besonderen Anlässen geöffnet.
Mehr Info dazu unter: http://www.bonobos.info in der Rubrik "Öffnungszeiten".
Für gute Bekannte öffnen wir weiterhin immer gerne. Kurzer Anruf genügt.
Gruß vom Fischmarkt im Winter bei Sonnenschein, Regen, Sturm und guter Laune. Wie schon Loddo (Karl der König) singt: "... kannst Du den Himmel über Hamburg sehn?". Jo min Jung, wir hier "unten am Hafen" können das. Moin!
für das Team vom BONOBO'S
Dirk Noellen