BONOBO'S Newsletter 26


Moin -
Es ist wieder Zeit. Der letzte Newsletter war vom 10.05.05
!!!Hinweis: Das nächste Telekommunikations-Thekengespräch findet am kommenden Donnerstag, den 07.07.05, statt!!!

BONOBO'S News:

Donnerstag, 05.05.- Sonntag, 08.05.05: 816. Hafengeburtstag Hamburg
Wie alljährlich tobte vor dem BONOBO'S der Hafengeburtstag. Latin-Lover-Schmachtmusik aus der Rigo-Box uns gegenüber konnte schon den letzten Nerv töten. Dafür gab es wieder viel zu sehen. Wer noch nie ein Ballett der Hafenschlepper (wir meinen die Schiffe, nicht die Jungs vom Kiez...) gesehen hat, sollte sich das antun. Ist ein eindrucksvolles Bild. Ansonsten: Same procedure as last year.

Samstag, 14.05.05: BONOBO'S goes Ruscherei Wilhelmshaven
Das war doch mal was anderes. Eingeladen war zu einer 40er Geburtstagsfeier, die sich als 70er Jahre Rockkonzert mit Hochzeit entpuppte. Da hat doch der Gastgeber wirklich seine langjährige Freundin heimlich im Leuchtturm geehelicht und dann als Hochzeitsband die Roaring Isettas, eine 70er-Jahre-Rock-Kombo der Extraklasse, gebucht. Hochzeitstanz nach Lynyrd Skynryd ist schon klasse. Stilvoller als die Vereinsschenke mit Plattenteller-Walzer. Uns haben die Socken gequalmt. Und ein paar Patschuli-Räucherstäbchen glimmten auch vor sich hin. Wenn man älter wird, ist einem eben nichts mehr peinlich.

Donnerstag, 03.02.05: 25. TK-Thekengespräch
War ein echt netter Abend mit angenehmer Unterhaltung. Paula hat es auch gefallen.
Für BONOBO'S-Insider: Tanya: 3, Tyra: 4, Helen: 6, Alysha 5, Eva: 1, keine Änderung.

Mittwoch, 15.06.05: BONOBO's goes Mothers Finest in der Fabrik
Mothers Finest? Sind das nicht die mit Baby Love und Mickey's Monkey aus dem WDR-Rockpalast 1978? Unglaublich aber wahr. Wie eigentlich alle vernünftigen Teenager aus unserer Zeit saßen wir mit Kopfhörer, Chips-Tüte und Freunden vor dem Fernseher und haben am 4. März 1978 die parallel im Radio in Stereo übertragene 2. Rockpalast-Nacht gesehen. Mothers Finest eröffneten die Rockpalast-Nacht und brachten die Zuschauer und -hörer mit ihrer Mischung aus schwarzem Funk und weißem Rock'n'Roll zum Kochen. Kult über Nacht. Bis heute. Man glaubt es nicht, aber Baby Jean Kennedy und die Jungs haben in der Fabrik losgelegt wie nichts. Da können sich diese Schweiß-Girls und andere Pseudo-Musiker eine riesige Scheibe von abschneiden. Und ja, wir waren alle wieder jung. Immerhin waren alle auf der Bühne älter als wir.

Dienstag, 21.06.05: BONOBO's goes La Chicana in der Fabrik
Kultur. Die Entzauberung des argentinischen Tangos. Für nicht unwesentliche Teile des BONOBO's war das als Rock-Veranstaltung geplant. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass es wohl doch eher etwas Intellektuell-Kulturelles wahr. War aber sehr gut. Wir haben viel gelacht.

Dienstag, 28.06.05: BONOBO's goes Meat Loaf im Stadtpark
Was sollen wir dazu sagen? Ja, Meat Loaf ist älter geworden. Er hat jetzt ZWEI Sängerinnen im Lack-Outfit dabei. Wenn er nicht mehr so intensiv singen konnte, haben wir das halt getan. Und wir konnten noch alle Texte auswendig. Er auch. Vor, hinter und neben uns standen sie mit Tränen in den Augen und sangen ihrer Frau, Freundin oder Tochter jeden Song vor. Die jeweilige Dame lächelte ihren Liebsten an und sang ebenfalls mit. So kreierten ca. 2.000 Zuschauer eine Publikums-Performance der Extraklasse. Und welcher Songschreiber hat schon eine komplette Beziehung zwischen XX und XY so treffend besungen wie in "Paradise by the dashboard light". It was long ago and it was far away.. and it was so much better than it is today... Verabschiedet hat sich Fleischkeule Eddie mit dem Spruch: "Don't you ever stop rocking!" Wir hätten an diesem Abend alles versprochen. Auch das.

Aufgrund der längeren Pause fiel der "BONOBO's News" Abschnitt länger aus. Wir bitten um Nachsicht. Wir fanden das alles extrem spannend und überaus wichtig. Zumindest wichtiger als den Sack Reis in China und das Mißtrauensvotum im Bundestag.

Wir haben beschlossen demnächst ebenso zu verfahren wie Keiner-hat-mich-lieb-Schröder und Ich-will-in-den-Sicherheitsrat-Joschka: Wir schließen einen Vier-Jahres-Beratervertrag mit einem Kunden ab, nach der Hälfte der Zeit weinen wir nach Mami und stimmen dann zusammen mit den Kollegen aus anderen Unternehmensberatungen (unseren Konkurrenten) ab, dass wir eigentlich das Vertrauen unseres Kunden nicht mehr besitzen und befehlen dem Kunden, die Leistung in zwei Monaten neu auszuschreiben. Und auch noch alle Kosten dafür zu tragen.

AUS DEM LEBEN:

Da gibt es jemanden, der schreibt vieles von dem, was wir aus Rücksicht auf uns selbst nicht sagen. Lanu lebt. Und die Hype-Freaks, zumindest die wenigen Freaks, die lesen können, zittern. http://lanu.blogger.de/

Unsere Bibliothek hat für diesen Newsletter doch wieder ein Zitat ausgespuckt. "Geld macht nicht glücklich. Aber wenn man unglücklich ist, ist es schöner im Taxi zu weinen als in einer Straßenbahn." (Marcel Reich-Ranicki). Angesteckt von diesem Zitat wurde sofort ein anderes Thema wieder aufgegriffen: Altersheime. Nach den letzten Pressemeldungen kostet ein Platz im Altersheim der Holzklasse ca. 200,- Euro am Tag

Eine weitere besondere Meldung erreichte uns von den verdeckt arbeitenden Microwave-Freelancern in England. Englische Rollstuhlfahrer haben den offenen Strassenkampf ausgerufen. Der britische Gesundheitsminister Stephen Ladyman wehrt sich gegen die Verunglimpfung der rollstuhlfahrenden, älteren, weiblichen Gefolgschaft. Die Diskussion entbrannte nach mehreren schweren Verkehsunfällen mit motorisierten Rollstühlen auf Bürgersteigen. Ein offizieller Bericht kennzeichnete es als eine besondere Herausforderung an die Gesetzgebung, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Das Phänomen wird nicht Hells Angels sondern "Hells Grannies" genannt. Noch Stunden später liefen uns die Tränen übers Gesicht.

Und jetzt die Gegenrechnung der Thekenbesatzung: Laut TUI-Katalog (die mit den Robinson-Clubs für die armen deutschen Urlauber) kostet eine Reservierung auf dem Kreuzfahrtschiff AIDA bei Buchung einer Langzeitreise als Rentner ca. 135,-Euro / Tag all inclusive. Jetzt ging es mit uns durch: Wir werden das mit dem 65. Geburtstag buchen und haben folgende Vorteile:

1. Essen zu jeder Zeit und in jeder Menge in verschiedenen Restaurants, bei Wunsch: Frühstück am Bett und das jeden Tag.

2. Drei Swimming Pools, Fitnessraum, freie Benutzung Waschmaschine, Trockner
3. jeden Abend ein Live-Show-Programm
4. Im Zimmer sind immer kostenlos Zahnpasta, Rasierer, Seife und Shampoo.
5. Behandlung als Kunde, nicht als debiler und seniler Patient. Für Trinkgeld gibts noch Service.
6. Kein Teilen der Bettpfanne im Vierbett-Zimmer sondern genüßlicher intellektueller Austausch mit den alle 14 Tage wechselnden Gästen.
7. Fernseher kaputt, Matratze zu hart, Glühbirne defekt? Kein Problem, wird kostenlos gewechselt und man bedankt sich für das Verständnis.
8. Täglich frische Bettwäsche und Handtücher ohne fragen zu müssen.
9. Wenn man im Altersheim fällt und sich die Rippen bricht, kommt man ins Krankenhaus und muß gemäß der neuen Krankenhausreform noch ordentlich draufzahlen. Auf der AIDA verarztet der Bordarzt einen kostenlos und man bekommt eine Suite für den Rest der Fahrt.

10. und, und und.

Volkswirtschaftlich würde das so aussehen: Würden alle Rentner in Altersheimen auf Kreuzfahrtschiffen fahren (ca. 5 Millionen Rentner, Tendenz stark steigend) dann würde der Staat jeden Tag 65,- Euro pro Rentner sparen. Das wären am Tag 325 Millionen Euro. Im Monat 9,75 Milliarden und im Jahr 117 Milliarden Euro. Das gesamte Personal könnte umgeschult werden. Bei einer Durchschnittsbelegung von ca. 2.000 Rentnern pro Schiff müssten in deutschen Werften 2.500 Schiffe Typ Aida gebaut und gewartet werden. Beschäftigung satt. Und diese Schiffe fahren noch Gewinn ein. Jetzt den Gedanken einfach weiterspinnen. 2.500 Schiffe benötigen ca. 3 Millionen Mitarbeiter. Wenn wir Deutschen jetzt schlau sind, bieten wir diesen Service weltweit an. Und steigen so zur Weltmacht der Rentner auf. Böse Zungen behaupten doch am Tresen im BONOBO'S: Das sind wir schon.

Wir stellen dieses Thema zur Rettung der deutschen Wirtschaft und zur nachhaltigen (was für ein Wort!) Problemlösung der Arbeitslosigkeit im nächsten Thekengespräch zur Diskussion. Soll uns erst einmal jemand nachweisen, wieso das nicht klappen kann. Die genannten Zahlen stimmen. Und Seebestattungen sind auch noch inklusive. Eins ist aber klar (schließlich dealen wir neben hochbitratigen Mietleitungen auch mit Mc-Donalds-Salatöl-Kapseln und haben immer eine davon unter der Zunge liegen): UNS KRIEGEN DIE NICHT !

In diesem Sinne, das war's erstmal aus dem BONOBO'S. Am Donnerstag ist Thekengespräch. Und nicht vergessen: PROST!. Herr Lehmann sagt: Immer erst austrinken. Wir wissen das. Immerhin sind wir die einzige Unternehmensberatung der Welt mit eigener Kneipe.

Und ansonsten:

BONOBO'S Termine:

Do, 07.07.05, ab 17:30 Uhr, 29. TK-Thekengespräch: (http://www.bonobos.info/tknews_29.html)

Das BONOBO'S ist nur nach Vereinbarung und zu besonderen Anlässen geöffnet.
Mehr Info dazu unter: http://www.bonobos.info in der Rubrik "Öffnungszeiten".
Für gute Bekannte öffnen wir weiterhin immer gerne. Kurzer Anruf genügt.

Gruß vom Fischmarkt im Sommer. Von wegen: Alles wird gut... ALLES IST GUT.

für das Team vom BONOBO'S

Dirk Noellen