BONOBO'S Newsletter 23
Moin -
Es ist wieder Zeit. Der letzte Newsletter war vom 04.11.04.
!!!Hinweis: Das nächste Telekommunikations-Thekengespräch findet am Donnerstag, den 02.12.04, statt!!!
BONOBO'S News:
Donnerstag, 04.11.04: 22. TK-Thekengespäch
Unsere Gäste kamen aus Hamburg.
Für BONOBO'S-Insider: Tanya: 3, Tyra: 3, Helen: 5, Alysha 5, Eva: 1, keine Veränderung
Eigentlich muss es genau heissen: Unser Gast kam aus Hamburg. Wir geben ja zu, den Newsletter nur 10 Stunden vor der Veranstaltung zu senden ist vielleicht etwas zu kurz. Nun gut...
Samstag, 13.11.04: Geschlossene Gesellschaft: Geburtstagsparty (40)
Wir beherbergten die Geburtstagsparty einer guten Bekannten. Eine klasse Party. Böse Zungen behaupten, eigentlich hätten wir den nächsten Tag (Volkstrauertag) auch im selben Rahmen feiern können.
Mittwoch 17.11.04: BONOBO'S goes Helmut Schmidt
Da der Alt-Bundeskanzler nicht zu uns kam, gingen wir zu ihm: In die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg-Wandsbek. Er sprach über das Thema Globalisierung. Zu Beginn die Klarstellung: In Hamburg werden Ärzte mit Herr Doktor angeredet und der Bundeskanzler sei Gerhard Schröder. Er heisse Herr Schmidt. Erinnerte uns sofort an Herrn Lehmann. Frage einer jungen Dame: Gibt es nichts, was Sie uns sagen könnten, was uns Hoffnung geben könnte? Antwort des Herrn Schmidt: Das ist nicht meine Aufgabe. Ich bin kein Pfarrer. Die Crew vom BONOBO'S hatte rote Finger vom Klatschen.
Und es ist soweit: Noch nicht ganz vollständig, aber sie läuft wieder: DOTCOMTOD ist reloaded. http://www.dotcomtod.com/. Lanu lebt. Auf das den pösen Purchen (Insider für böse Burschen) ein langsames und qualvolles Ende bereitet werde. Die Crew vom BONOBO'S empfiehlt in solchen Situationen - wie auch der Apotheker am Fischmarkt - : hoch dosierte McDonald's Salatölkapseln. Eventuell kombiniert mit einer Lebertran-Botox-Fischöl-Injektion. Für das glatte, fischige und erstarrte Lächeln beim nächsten Investor-Treffen.
AUS DEM LEBEN:
Unsere Bibliothek hat für diesen Newsletter nur ein kurzes Zitat ausgespuckt: "Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." Falsch, das stammt nicht von der Generation X, sondern von Marcus Aurelius Antoninus, römischer Kaiser, 121-180 (nach dem, der Löcher in den Händen hat).
Also ärgern wir uns dieses Mal nicht über die Welt. Immerhin sind wir alle bald über den Berg. Über den Schuldenberg. Am 31. Oktober 2004, kurz vor 18 Uhr, war es so weit: Die Schuldenuhr des Steuerzahlerbundes, die penibel das Ausmaß der öffentlichen Eichel-und-Friends-Finanzmisere dokumentiert, übersprang die Marke von 1.400.000.000.000,00 Euro. Bund, Länder und Gemeinden hatten Verbindlichkeiten in Höhe von 1,4 Billionen Euro angehäuft. Ein gewaltiger Schuldenberg und jede Sekunde kommen knapp 2700 Euro hinzu. Immer an Marc Aurel denken: Nicht ärgern, kümmert eh keinen. Ausserdem was sind Billiönchen? Der Mann von Welt rechnet in Trilliarden.
Aber da ist eine kleine unbedeutende Tatsache: Nur Vorbilder können führen (das ist über 2000 Jahre schon bekannt) und logischerweise gilt das auch für unseren Staat. Was die Regierung vormacht, machen die selbstbestimmten Bürger nach: Die Passiva der Privathaushalte liegen nach Angaben der Bundesbank sogar bei gut 1,5 Billionen Euro. Damit sind sie fast doppelt so hoch wie noch 1991. Wir waren schon immer treu ergebene Untertanen. Aus diesem Anlass ein weiteres Zitat:
"Wir trampeln durch's Getreide,
Wir trampeln durch die Saat,
Hurra wir verblöden,
Für uns bezahlt der Staat."
Wer weiss, von wem das ist, der bekommt beim nächsten Thekengespräch Freibier. Erstmal austrinken, hätte Herr Lehmann gesagt, von dem das Zitat aber nicht ist.
Kommen wir zu den wichtigen Dingen des Lebens:
Es brennt. Im BONOBO'S. Ein kleines Lichtlein. Erst eins, dann... Richtig. Heute war der erste Advent. Und sofort schaltet das Stammhirn aller Crewmitglieder um: Es weihnachtet. Hier in Hamburg natürlich mit Regen und Nebel, der langsam elbabwärts wabbert. Und Draußen vor der Tür bestimmt wieder Wolfgang Borchert ans Ufer spuckt. Im Fenster des BONOBO'S drückt der kleine Weihnachtsmann wieder sein kleines dickes Ärschchen an die Scheibe. Drinnen starren acht frohgemute Augen auf das kleine Flämmchen und zitieren glühweinselig Sponti-Sprüche aus der Zeit als Weihnachten noch Weihnachten war und man sich über Geschenke noch freuen konnte. Und als Weihnachtsmusik läuft X-mas Project mit Bangin' around the X-mas tree. Hier ein Auszug der Sprüche:
Für Lateiner: Veni, vidi, pipi.
Freunde, Römer, Götterfunken, Töchter im Delirium.
Alle angeln nach dem weißen Hai, nur nicht Schröder, der ist der Köder.
Betrunken erkennst du die Tiefen des Universums, nüchtern die Abgründe der Welt.
Jesus was the first Pin-Up.
No Easter this year, they found the body.
...Der Rest war eher FSK18...
Danach war uns allen klar: Advent und Weihnachten werden extrem gut. Und wenn es jemanden interessiert, wie wir in diesem Moment ausgesehen und uns gefühlt haben: It's a 106 miles to Chicago, we've got a Bar full of beer, half a packet of cigarettes, it's dark, and we're wearing sunglasses. HIT IT. Obwohl wir uns vorstellen können, dass die Kunden der SOLUTIONS FACTORY und die Gäste des BONOBO'S etwas sparsam aus der Wäsche gucken, wenn wir demnächst die Auftraggeber oder Gäste mit den Worten "Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs" begrüssen. Aber so isses.
Und dann gibt es da diejenigen, die uns das Fest des Friedens und der Freude vermiesen wollen:
Das Finanzamt, das mal eben unsere Steuernummer ändert.
Die ewig Gestrigen, die uns zu Tode langweilen wollen.
Die ewig Junggebliebenen mit faltig-bauchfreiem-gepiercten Nabel, die uns an unserem Lachen sterben lassen wollen.
Die Pseudo-Multikultis, die in der heilen Vorstadt wohnen.
Die Regierenden, die immer noch glauben, geistige Armut mache selig.
Die Linken, die immer noch glauben alle seien gleich.
Die Rechten, die den Einschlag immer noch nicht gehört haben.
Die Mitte, die überhaupt nicht weiss wo sie hingehört.
Und eigentlich auch alle anderen.
Wir lassen uns das Fest nicht vermiesen. Das machen wir nicht mit. Wir nicht. Wir tragen unter unserer Zunge eine Kapsel mit McDonalds-Salatsauce. UNS KRIEGEN DIE NICHT.
In diesem Sinne, das war's erstmal aus dem BONOBO'S. Am Donnerstag ist Thekengespräch. Wird bestimmt wieder lustig. Und nicht vergessen: PROST!. Herr Lehmann sagt: Immer erst austrinken. Wir wissen das. Immerhin sind wir die einzige Unternehmensberatung der Welt mit eigener Kneipe. Und wir haben
Und ansonsten:
BONOBO'S Termine:
Do, 06.01.05, ab 17:30 Uhr, 24. TK-Thekengespräch: (http://www.bonobos.info/tknews_24.html)
Das BONOBO'S ist nur nach Vereinbarung und zu besonderen Anlässen geöffnet.
Mehr Info dazu unter: http://www.bonobos.info in der Rubrik "Öffnungszeiten".
Für gute Bekannte öffnen wir weiterhin immer gerne. Kurzer Anruf genügt.
Gruß vom Fischmarkt im Frühwinter. UNS KRIEGEN SIE NICHT. Von wegen: Alles wird
gut... ALLES IST GUT.
für das Team vom BONOBO'S
Dirk Noellen